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Klaro im Detail – Wie das Kompetenzzentrum funktioniert

Das Herz der Leichten Sprache in Luxemburg

Klaro ist das offizielle Kompetenzzentrum für Leichte Sprache in Luxemburg und gehört zur APEMH Menschen mit einer intellektuellen Beeinträchtigung und deren Familien.

Wann ist Klaro entstanden?

Im Jahr 2011 hat Luxemburg die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen unterzeichnet. Ein Jahr später, 2012, wurde Klaro gegründet. Seitdem setzt sich das Zentrum dafür ein, dass Leichte Sprache im ganzen Land genutzt werden kann.

Wie funktioniert Klaro?

Heute arbeiten drei Personen bei Klaro. Ihre Hauptaufgaben sind:

1. Informieren und Sensibilisieren
Klaro ist für jeden da – für Personen und Organisationen, die sich über Leichte Sprache und barrierefreie Kommunikation informieren möchten.

2. Schulungen anbieten
Mitarbeiter von Klaro geben auch Kurse. Die Schulungen zeigen, wie man Texte klarer schreiben und Dokumente zugänglicher gestalten kann. Viele Workshops und Coachings finden im Schloss in Bettemburg statt, aber auch am INAP, um die öffentliche Verwaltung zu unterstützen.

3. Übersetzungen und Validierung
Wenn ein Text in Leichter Sprache geschrieben wird, sendet man diesen an Klaro. Klaro schickt den Text an ihre Mitarbeiter mit intellektueller Beeinträchtigung, um den Text zu prüfen. Die Prüfgruppe aus den APEMH-Werkstätten arbeitet mit Klaro zusammen, um zu überprüfen, ob ein Text wirklich einfach zu verstehen ist.

Zusammenarbeit mit anderen Partnern

Klaro arbeitet eng mit dem Zentrum für die Luxemburgische Sprache (ZLS) zusammen an der Entwicklung von Regeln für eine Leichte Sprache auf Luxemburgisch. Diese Regeln sollen bis Ende 2025 fertig sein.

Klaro ist auch Partner von Guichet.lu, Infocrise.lu und vom Familien- und Integrationsministerium. Klaro hilft auch bei anderen europäischen Initiativen wie Accessilingua, einem Tool mit Künstlicher Intelligenz für automatische Übersetzungen in Leichte Sprache.

Warum ist Klaro wichtig?

Ohne Klaro wäre es schwierig für Luxemburg, große Mengen an Texten in Leichter Sprache zu produzieren. Der Prozess ist komplex und zeitaufwendig. Aber dank Klaro können Ministerien, Gemeinden, Schulen und auch private Organisationen ihre Informationen zugänglich machen – und damit mehr Menschen erreichen und zur Teilhabe befähigen.


Quellen: